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Bürgerhaus Neuhütten

    

„Bürgerhaus Am Dollberg“ (offizieller Name)

Am 13./14. Januar 1990 fand unter reger Beteiligung der Ortsbewohner und auswärtiger Gäste die Einweihung des Bürgerhauses statt. Die Kosten betrugen ca. 1,2 Mio. DM.

Der Fertigstellung dieser Einrichtung gingen jahrelange Planungen seitens des Gemeinderates voraus. Bereits im Jahre 1982 befasste man sich schon mit der Verwirklichung eines Bürgerhauses. Es war ein lang gehegter Wunsch seitens der Bevölkerung eine Stätte der Begegnung zu erhalten. Aus finanziellen Gründen blieb die Maßnahme jedoch im Ansatz stecken. Endlich im Haushaltsjahr 1987 wurden Mittel für die Planungskosten bereitgestellt. Bereits im März des genannten Jahres wurde man über den Standort einig, nämlich die freie Fläche unmittelbar neben der ehemaligen Schule, dem heutigen Kindergarten, und dem Feuerwehrgerätehaus. Man beauftragte einen Architekten zur Fertigung mehrerer alternativer Vorschläge. Im August 1987 fasste der Rat den einstimmigen Beschluss das Bürgerhaus nach der vorgelegten Konzeption zu bauen; im November 1987 wurde der Planungsauftrag vergeben. Im Sommer 1988 wurden mehrere Arbeiten für das Bürgerhaus ausgeschrieben. Diese wurden termingerecht ausgeführt, so dass das Haus Ende 1989 soweit fertiggestellt war, dass kurz danach die Einweihung im Rahmen kultureller Darbietungen vorgenommen werden konnte.

Das Haus hat eine Nutzfläche von 460 m², davon der große Saal einschließlich geräumiger Bühne mit 185 m², darin ist Platz für ca. 300 Personen. Große Fenster lassen viel Licht herein, und die Beleuchtung ist optimal. Der kleine Saal kann mit ca. 50 Personen besetzt werden und durch eine Schiebewand zum großen Saal abgetrennt werden. Eine modern eingerichtete Küche, ein Ausschank, Garderobe und Lagerräume sowie die sanitären Anlagen runden das Bild ab. Das Haus trägt den Namen „Bürgerhaus Am Dollberg“.

Das Gebäude eignet sich bestens für Familienfeiern aller Art und wird von der Bevölkerung der Gemeinde sehr gut angenommen.

Die Kultur- und Karnevalsinitiative, kurz „KuKI“ genannt, bietet den Einwohnern und auswärtigen Interessierten über das gesamte Jahr eine Vielzahl von kulturellen Ereignissen. Die „KuKI“ hat sich dadurch über die Grenzen des Kreises hinaus einen guten Namen gemacht. Der Musikverein „Harmonie Neuhütten“ hält dort schon seit Jahren seine Proben und öffentlichen Darbietungen ab. Alle anderen Vereine des Dorfes nutzen das gelungene Haus, um die Bevölkerung zu erfreuen. Parkplätze stehen in der Nähe zur Verfügung.

In seiner Sitzung am 02. März 2005 beschloss der Ortsgemeinderat einstimmig die "Vergabe der Arbeiten Bürgerhausanbau und Festplatz", womit der Startschuss für den Anbau des Pavillons sowie die Herstellung des neuen Dorf- und Festplatzes mit Parkplatz gefallen war. Damit waren Kosten in Höhe von fast 150.000 EUR verbunden.
Wie schon beim Hauptgebäude des Bürgerhauses leistete auch bei dieser Maßnahme unsere Seniorengruppe entscheidende Arbeit. Ohne sie wäre die Erweiterung nicht zu realisieren gewesen.
Es entstand ein harmonisches Bild mit Bürgerhaus, Dorf- und Parkplatz und dem ortsgemeindeeigenen Friedhof am Waldrand mit dem repräsentativen Aussegnungsgebäude.
Der neue Pavillon mit Vorplatz wird vom Männerchor Neuhütten ebenso gerne genutzt wie von privaten Gesellschaften und Festveranstaltern der Ortsgemeinde. Er ist zudem für Rollstuhlfahrer über eine Rampe vom Hauptzugang des Bürgerhauses aus ohne Probleme erreichbar.
Die Einweihung wurde am 24./25. Juni 2006 vollzogen.

Verfasser: Hermann J. Bier, Neuhütten

Kindergarten "Max und Moritz" in Neuhütten

       

Die Kindertagesstätte Max und Moritz ist eine dreigruppige Einrichtung, mit max. 65 Plätzen, davon 24 Ganztagsplätze mit Kochküche.

Die Betreuung wird durch neun pädagogische Fachkräfte gewährleistet.
- Gruppe „Max“, Regelgruppe für 3 - 6 jährige Kinder
- Gruppe „Moritz“, Geöffnete Gruppe für 2 - 6 jährige Kinder
- Gruppe „Struwwelpeter“, Nestgruppe für 1 - 2 jährige Kinder

Öffnungszeiten:
- Ganztagsplatz 07.00 Uhr - 17.00 Uhr
- Teilzeitplatz 07.00 Uhr - 12.30 Uhr und 13.30 Uhr - 17.00 Uhr

Elternarbeit:
Die Eltern sind für alle Mitarbeiterinnen willkommene Gäste in der Einrichtung, im Vordergrund unserer Arbeit stehen jedoch die Kinder und ihre Bedürfnisse. Auffälligkeiten und Veränderungen jeglicher Art besprechen wir stets bei Tür- und Angelgesprächen oder bei einem Entwicklungsgespräch. Zu Beginn eines Kindergartenjahres wird ein Elternausschuss gewählt. Er hat für alle Fragen, Probleme und Vorschläge ein offenes Ohr und trägt diese wenn nötig an das Kitateam heran, um zusammen Lösungen zu finden.

Ansprechstelle/Leiterin:
Nicole Steinmetz
Schulstraße
54422 Neuhütten
Tel.: 06503-8779
E-mail: kita-neuhuetten@t-online.de

Name und Anschrift des Trägers:
Zweckverband Kindergarten Neuhütten/Züsch
Verbandsvorsteher Peter Kretz
Dollbergstraße 93
54422 Neuhütten
Tel.: 06503-7790


Kirche in Muhl

Die ausnahmslos katholischen Einwohner des Weilers Muhl gehörten bis zum 9. Mai 1803 zur Pfarrei Birkenfeld und werden seither von Züsch aus betreut. Der Weg der Menschen war vor allem während der Winter lang und beschwerlich, um den sonntäglichen Gottesdienst zu besuchen. Nachdem der Bischof von Trier der Gemeinde 1850 ein Schulhaus geschenkt hatte, wurden ab 1859 dort die Messen gelesen. So wurde der Besuch der Gottesdienste auch für ältere Bewohner ermöglicht. Bis zum Jahre 1874 blieb es bei dieser Regelung; alle erforderlichen Einrichtungen für die Abhaltung der Messen waren vorhanden. Nachdem das Schulhaus baufällig und später abgerissen worden war, wurde der Gottesdienst in der neu errichteten Schule ab 1879 nicht mehr abgehalten. Ab diesem Jahr blieb es dabei, dass die Muhler Einwohner die Kirche in Züsch besuchen mußten.

Der damalige Züscher Pfarrer Wilhelm Spurk wandte sich im Jahre 1912 an die bischöfliche Behörde, um die alte Regelung wieder aufleben zu lassen; der Antrag wurde abgelehnt. Die Gründung eines Kapellen-Fonds ging in den Wirren des 1. Weltkrieges unter. In der Amtszeit von Pfarrer Michael Müller in den 1920er Jahren waren wieder Bestrebungen zum Kapellenbau und eines eigenen Friedhofs im Gange. Die Eingabe des damaligen Bürgermeisters Peter Düpre vom März 1927 in gleicher Angelegenheit blieb ohne jede Resonanz. Erst der im Jahre 1939 nach Züsch versetzte Pfarrer Christoph Billen griff das Thema wieder auf. Bereits ab Dezember 1939 wurden in dem Saal des Gasthauses Peter Rosar Gottesdienste abgehalten. Sehr wahrscheinlich machte ein Denunziant im Juli 1942 den Behörden Meldung davon. Von diesen wurde ab dem 1. August 1942 die Abhaltung jeglicher kirchlicher Handlungen untersagt. Pfarrer Billen zeigte sich recht unerschrocken der Partei gegenüber, konnte aber letztendlich die Anordnung nicht wieder rückgängig machen. Mehrere Einwände an verschiedene Behörden blieben ohne Erfolg. Auch mischte die Gestapo eifrig mit.

Am 18. April 1945, noch vor Ende des Krieges am 8. Mai, und nachdem die Gegend um Züsch bereits am 17. März von den Amerikanern befreit worden war, wurde wieder eine Messe in der Schule abgehalten. Anschließend ging man zu den Gräbern der im Schulgarten beerdigten vier Soldaten, wo die Einsegnung stattfand. Die Lösung betreffend Benutzung des Schulsaales war nicht sehr praktikabel, so dass man eine Lösung in der Form fand, eine RAD-Baracke aus Hermeskeil zum Preis von 2.310 RM zu beschaffen, um darin die Messen zu feiern. Die Einweihung der Notkapelle erfolgte am 2. September 1945. Diese stand in der heutigen Straße „Im Hengstgraben“.

Bereits im Juni 1944 wandte sich Pfarrer Billen an eine Erbengemeinschaft mit dem Ziel, ein Grundstück für den Bau einer Kapelle mit Friedhof zu erhalten. Im Mai 1951 wurde die Maßnahme spruchreif; der Kirchenvorstand beschloss im Juli 1951 den Bau der Kapelle. Im folgenden Jahr wurde mit der Errichtung begonnen. Die nimmermüde Sammlertätigkeit vieler Muhler machte es erst möglich, eine solche Einrichtung ins Auge zu fassen. An der Kirmes 1952 wurden allein 1.700 DM gespendet. An 64 Tagen waren die Sammler im weiten Umkreis unterwegs.
So konnte bereits am 22. Juni 1952 zur Grundsteinlegung geschritten werden. Nach einem feierlichen Hochamt wurde der Stein von der Notkirche in einer Prozession zum Bauplatz gebracht. Viele Gäste wohnten der Feier bei; die Weihe vollzog Pfarrer Billen unter Assistenz des aus Neuhütten stammenden Pfarrers Philipp Sossong und des Vikars Felix Hecker aus Damflos. Ein Volksfest schloss sich der Feier an, an welcher sich mehrere Vereine beteiligten. Eine Verlosung zugunsten der Kapelle fand ebenfalls statt.
Bei Einbruch des Winters 1952/53 war der Rohbau fertig. Als nette Geste ist zu bemerken, dass mehrere umliegende Gemeinden Bauholz aus ihren eigenen Wäldern kostenlos zur Verfügung stellten.

Die Einweihung des Gotteshauses fand am 30. August 1953 statt. Auch jetzt hatten sich viele Menschen eingefunden, um dieser Feier beizuwohnen. Die ganze Gemeinde hatte Festtagsschmuck angelegt. Mehrere Musik- und Gesangvereine verschönten das Fest mit ihren Vorträgen. Auf der Außentreppe der Kapelle stehend hielt Ordinariatsrat Prälat Dr. Schwickerath aus Trier die Festpredigt. Es assistierten ihm die Pfarrer Christoph Billen, Philipp Sossong, Peter Mohr aus Hermeskeil und Felix Hecker aus Damflos. Auch hier schloss sich eine Feier im Festzelt an.

Die Kirche Muhl steht unter dem Patronat des hl. Josef. Die Gesamtkosten beliefen sich auf 42.000 DM.

Der Friedhof wurde am 3. November 1948 eingeweiht und die vier Soldaten nach dort umgebettet.

Endlich war die Muhler Bevölkerung an ihrem Ziel angelangt - sie hatte ein eigenes Gotteshaus.

Verfasser: Reiner Schmitt, Neuhütten, verstorben am 04. Juli 2016
[... mehr unter: Dorf und Kirche im Nationalpark Hunsrück-Hochwald]

Bürgerhaus Muhl

     

Die Schule in Muhl - das heutige Bürgerhaus

1958 beschloß man den Bau einer neuen Schule für Muhl.
Es wurde eine einklassige Schule mit Lehrerwohnung geplant.
Das geeignete Grundstück erwarb man 1960.
Im selben Jahr begannen die Bauarbeiten.
1961 wurde der Rohbau fertiggestellt.
Am 02.06.1962 wurde das Gebäude seiner Bestimmung übergeben. Zur Einweihungsfeier waren erschienen: Landrat Schubach, Oberregierungsrat Ries, Schulrat Niederkorn, Amtsbürgermeister Bier aus Hermeskeil, die Gemeindevertretung von Börfink-Muhl mit Bürgermeister Erwin Haas sowie viele Einwohner.
Pfarrer Domann aus Züsch hielt eine Andacht.
Die Schulkinder aus Muhl und Börfink trugen Lieder vor, ebenso der Männergesangverein Börfink. Viele Grußworte schlossen sich an, Bürgermeister Haas übergab die Schlüssel an Lehrer Ries.
Nur bis 1969 blieb die Schule in Betrieb. Dann wurde sie aufgelöst. Die unteren Klassen wurden in Züsch eingeschult, während die älteren Schüler in Hermeskeil unterrichtet wurden.
Lange Zeit blieb das ehemalige Schulgebäude leer, zuweilen wurde es von Muhler Bürgern zur Abhaltung von Festlichkeiten genutzt.
Die ehemalige Lehrerwohnung wurde vermietet.
Seitens des Gemeinderates Neuhütten beschloß man 1982 das ehemalige Lehrerwohnhaus zu verkaufen. Mit dem Erlös legte man den Grundstock für den geplanten Ausbau des Schulsaales zum Bürgerhaus. Den Beschluß faßte man im Juli 1983.
1984 begannen die Arbeiten.
Die Kosten betrugen 180.000,00 DM.
Nach den Umbauarbeiten waren Ausschankraum, Küche, Toiletten und Garderobe ansehnlich hergerichtet. An diesen Arbeiten hatten sich mehrere Muhler Bürger uneigennützig beteiligt.
An der Muhler Kirmes im Mai 1985 konnte das Haus seiner Bestimmung übergeben werden.
Bei der Einweihungsfeier waren der 2. Kreisdeputierte Christoffel, Bürgermeister Becker aus Hermeskeil, Ortsbürgermeister Marx sowie eine große Anzahl von Einwohnern zugegen.
Die Einsegnung nahm Pastor Schneider aus Züsch vor.
Der Musikverein und der Männergesangverein Neuhütten umrahmten mit ihren Beiträgen die Feier.

Quelle: 250 Jahre Muhl
Reiner Schmitt* und Hans Josef Koltes, Herausgeber: Festausschuß 250-Jahr-Feier Muhl 1986, Vorsitzender: Albert Bier, Muhl
* verstorben am 04. Juli 2016

Aussegnungshalle / Friedhofskapelle

Für den 21. September 1967 hatte der Landrat die Gemeindevertretungen von Neuhütten und Züsch eingeladen, um mit ihnen die Möglichkeit des Zusammenschlusses der beiden Gemeinden zu verhandeln, um einige Projekte gemeinsam errichten zu können, so sollte u. a. ein gemeinsamer Friedhof eingerichtet werden. Eine Einigung über den vorgesehenen Standort konnte nicht erzielt werden. Es war vorgesehen, den Friedhof auf dem Klevberg bei Züsch (Gemarkung "im alten Dorf") anzulegen.
Im März 1970 wurde dieses Thema erneut im Rat behandelt; seitens des Neuhüttener Rats wurde ein eigener Friedhof bevorzugt. Im Januar 1976 scheiterten die Pläne endgültig, und man hatte vor, einen eigenen Friedhof in Neuhütten zu errichten. Eine Befragung der Bürger brachte eine knappe Mehrheit zu Gunsten des eigenen Friedhofs.
Am 10. August 1994 lag der Tausch von Grundstücken mit der Forstverwaltung oberhalb des Spielplatzes auf der Tagesordnung. Die Arbeiten wurden im April 1995 begonnen. Der Friedhof wurde am 21. April 1996 seiner Bestimmung übergeben. Die Einweihung nahmen der kath. Pfarrer Manfred Reck und die ev. Pfarrerin Heike Diederich vor.
Am Samstag, dem 7. Juni 1997, wurde der erste Spatenstrich für die Friedhofskapelle ausgeführt. Zu diesem Vorhaben hatten sich 40 Männer aus der Gemeinde bereit erklärt, an dem Gemeinschaftsprojekt mitzuarbeiten. Die große Zahl der Helfer ließ erwarten, daß sich die Bauarbeiten zügig gestalten. Unter großer Beteiligung der Bevölkerung wurde am 12. Juli 1998 die Einweihung der Aussegnungshalle durch die vorgenannten Geistlichen vorgenommen. Besonders wurde den Helfern gedankt, die über ein Jahr am Bau in uneigennütziger Weise tätig waren. Am 27. Februar 1998 wurde die Glocke, die in C-Dur gestimmt ist und die Aufschrift "Neuhütten 1997" trägt, an ihren vorgesehenen Platz im Turm verankert. Vorausgegangen war die Weihe der Glocke und des Kapellen- und Turmkreuzes

Verfasser: Reiner Schmitt, Neuhütten, verstorben am 04. Juli 2016

Freiwillige Feuerwehr Neuhütten

Im Jahre 1889 wurde der Gemeinde eine "Feuerspritze" übergeben. Bis in die 1950er Jahre befand sich das Feuerlöschwesen im Ort in einem schlechten Zustand. Die wenigen Ausrüstungsgegenstände wurden an verschiedenen Orten verwahrt. In einem Bericht vom 19. Juni 1959 heißt es: "...ein Gerätehaus ist nicht vorhanden, es ist daher erforderlich, ein entsprechendes Gebäude zu erstellen". Nachdem man im Jahre 1965 ein Fahrzeug des Baujahres 1953 erworben hatte, stellte man dieses in dem inzwischen abgerissenen Haus gegenüber des jetzigen Kindergartens ab; es ist jetzt ein Ausstellungsstück im Feuerwehr-Museum Hermeskeil. Da die genannte Unterbringung nicht den Bedürfnissen entsprach, wurde an die Erstellung eines Gerätehauses gedacht. Oberhalb der ehemaligen Schule und heutigen Kindergartens wurde ein geeigneter Platz gefunden. Die Einweihung des im Jahre 1969 erbauten Hauses wurde im Rahmen der Feuerwehr-Tage der VGV Hermeskeil am 27. Juli vorgenommen. In den Folgejahren erwies sich das Haus als zu klein. Außerdem stellte man Schäden fest, die einer dringenden Reparatur bedurften. Daraufhin wurde 1985 der Anbau erstellt. Die Einweihung dieses Hauses fand am 3. August 1986 statt. Bei allen Baumaßnahmen beteiligten sich die Wehrmänner. Es folgten weitere Einrichtungen im Hause, so daß die Feuerwehr jetzt über ein ansehnliches und zweckmäßiges Haus verfügt.

Verfasser: Reiner Schmitt, Neuhütten, verstorben am 04. Juli 2016

Freiwillige Feuerwehr Muhl


>>> Foto: Alexander Bouillon, Muhl - zur Vergrößerung Bild anklicken!

 

Ein erster Nachweis über das Vorhandensein einer "Feuerwehr" in Muhl stammt aus dem Jahr 1889, als die Gemeinde eine "Spritze" erhalten hatte. 1904 gehörte Muhl dem Löschverband Börfink-Muhl an. Bereits am 17. Juli 1908 ist von einem "Spritzenschuppen" die Rede. Wahrscheinlich war er an das Schulhaus angebaut. Auch 1912 wird das "Spritzenhaus" erwähnt. In den 1970er-Jahren wurde eine Fertiggarage zur Unterstellung der Löschgeräte erworben. Diese erwies sich als sehr unpraktisch. So ging man daran, unter Eigenleistung der Wehrmänner ein entsprechendes Gerätehaus zu erstellen, das Ende Oktober 1980 seiner Bestimmung übergeben werden konnte. Auch dieses Gebäude entsprach nach all den Jahren nicht mehr den Anforderungen, zudem war es zu klein und reparaturbedürftig. Wiederum packten die Wehrmänner an und erledigten fast alle Arbeiten in Eigenleistung. Am 28. August 1988 erfolgte die Einweihung des nun geräumigen Feuerwehr-Geräte-Hauses in Muhl.

Verfasser: Reiner Schmitt, Neuhütten, verstorben am 04. Juli 2016

Jugendgruppe mit Jugendraum

 


Marienkapelle bei Neuhütten

Die aus der Gefangenschaft heimgekehrten Soldaten hatten sich im Jahre 1946 entschlossen, zum Gedenken an die Opfer des Krieges eine Gedächtniskapelle unter der Federführung der kath. Pfarrei zu errichten. Muhl hatte 12, Neuhütten 78 und Züsch 45 Opfer zu beklagen. Als Ort der Aufstellung wählte man eine Stelle zwischen Neuhütten und Züsch an der Brücke, die den Altbach überquert. Die Arbeiten an der Kapelle wurden von Handwerkern unter Hilfeleistung von Heimkehrern durchgeführt.
An Maria Himmelfahrt, dem 15. August 1948, fand in der Pfarrkirche eine Andacht statt. Danach setzte sich die Prozession in Richtung Kapelle unter Singen von Marienliedern in Begleitung des Musikvereins Neuhütten, des kath. Kirchenchors Züsch, der Fahnenträger sowie der Heimkehrer aus russischer Gefangenschaft mit der auf einem festlich geschmückten Tragegestell stehenden Marien-Statue in Bewegung. Am Standort der Kapelle fand unter reger Beteiligung der Bevölkerung die Einweihung der "zur Ehre der Mutter Gottes, der Königin des Friedens" errichteten Wegekapelle durch Pfarrer Christoph Billen statt.
Die Schmückung der Kapelle haben die Frauen der Ortsteile Neuhütten und Schmelz übernommen.

Verfasser: Reiner Schmitt, Neuhütten, verstorben am 04. Juli 2016

Kriegergedächtnis-Kapelle


Die Kriegergedächtniskapelle im Ortsteil Zinsershütten

In der früheren Umzäunung an der Stelle der heutigen Kapelle befand sich bis in die 1950er Jahre ein großes Kreuz auf einem Bruchsteinsockel, Der Anlaß der Aufstellung ist nicht genau überliefert. Das Kreuz soll bereits im späten 19. Jahrhundert errichtet worden sein und war in der Zwischenzeit dem Verfall preisgegeben. Dort wurde die Leiche des am 17.03.1945 zwischen Züsch und Muhl gefallenen 18-jährigen Obergefreiten Herbert Schindler aus Essen bestattet. Später wurde sie auf den ev. Friedhof Züsch umgebettet.
Im Jahre 1959 wurde auf Initiative von Christian Petto und Pfarrer Christoph Billen der Plan entworfen, eine Kriegergedächtniskapelle in Neuhütten zu erstellen. Fast alle Arbeiten wurden von einheimischen Männern in Fronarbeit geleistet; Haussammlungen unterstützten das Vorhaben.
Am Sonntag, dem 31. Mai 1959, wurde unter großer Beteiligung der Bevölkerung in einer Feierstunde die Einweihung der Kapelle durch Pfarrer Theodor Domann unter Assistenz des inzwischen versetzten Pfarrers Billen vorgenommen. Nach mehreren Ansprachen und dem Lied vom "Guten Kameraden" schloß die eindrucksvolle Feier.
Im Innern befinden sich die Gedenktafeln mit den Namen der in den beiden Kriegen gefallenen und vermißten Soldaten. Der Ort Neuhütten (ohne den Ortsteil Muhl) hat aus den beiden Kriegen insgesamt 101 Opfer zu beklagen. (1. Krieg 18 Gefallene, 5 Vermißte, 2. Krieg 60 Gefallene, 16 Vermißte, 2 zivile Opfer).
Die Schmückung der Kapelle haben die Frauen von Zinsershütten übernommen.

Verfasser: Reiner Schmitt, Neuhütten, verstorben am 04. Juli 2016

Der "Bauhof" von Neuhütten

Nicht nur vernünftig, sondern auch optisch gelungen, kann man unseren kleinen "Bauhof" der Gemeinde nennen, der aus zwei "in die Jahre gekommenen" Beton-Fertiggaragen entstanden ist. Für unser Dorf typisch ist er mit viel Eigenleistung unserer aktiven Seniorengruppe, vor allem aber auch unseres Gemeindearbeiters Adolf Kretz, entstanden. Das Gebäude kann sich wirklich sehen lassen.
Ein besonderer Dank gilt hierbei der Fa. HACKMANN-Tor-Technik aus Neuhütten, die dem Bauhof ein modernes Sektionaltor "spendierte". Hierfür hätte unser Etat nie im Leben gereicht – "Danke"!
Auch die Innenausstattung mit Strom- und Wasseranschluss, Werkbänken, Regalen und Schränken, befindet sich auf einem Stand, der unserem Gemeindearbeiter ein ordentliches Arbeiten aber auch Lagern von Werkzeugen und Material ermöglicht. Darüber hinaus wird der gemeindeeigene Traktor im Bauhof geschützt abgestellt.

Quelle: Dorf-Zeitung, Peter Kretz


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